Erst letzte Woche hat Apple bei einer Keynote in New York ihre neue Strategie für den Bildungsmarkt vorgestellt – iBooks 2, iBooks Author und iTunes U als separate App.
Am 9. Januar 2007 betrat Steve P. Jobs damals die Bühne der Macworld und berichtete zunächst von einigen kleinen Updates bezüglich der Verkaufszahlen und den Apple Stores. Was aussah, wie eine eher langweilige Keynote wurde dann zu einem Meilenstein in der Geschichte der Technologie – das iPhone wurde vorgestellt. Damals kostete es in Deutschland knapp 400 Euro und es gab es nur mit eine exklusiven Vertrag mit T-Mobile.
Die damaligen Größen der Mobiltelefonindustrie verfielen in einen Schockzustand und wussten nicht, wie man auf so eine gigantische Neuerung reagieren muss. Viele Konzerne brachten daraufhin zahlreiche “iPhone-Killer” raus, von denen man heute allerdings nur wenig hört. Momentan kristallisiert sich HTC als einiger ernstzunehmender Konkurrent mit dem Google-Betriebssystem Android.
Man kann zwar über das iPhone denken wie man will, allerdings war & ist es ein Game-Changer. Inzwischen ist das iOS, welches auch auf den iPads genutzt wird, das populärste Betriebssystem für Programmierer und es ist benutzerfreundlich.
Persönlich hat das kleine Gerät sicherlich das Leben vieler verändert. In so vielen Teilabschnitten unseres “online”-Lebens agiert das iPhone als Hauptakteur: blogging & soziale Netzwerke, schnelle Erreichbarkeit per Mail, Fotographie, task-management und und und.
Es ist schon manchmal schwierig, sich von dem 24/7-online-Körperteil zu trennen.
Seit dem ersten Gerät bin ich stolzer und zufriedener Nutzer und bin immer wieder fasziniert, wie kleine Änderungen am Aussehen, aber insbesondere natürlich an der Hard- & Software das Leben erleichtern.
Ich war dieses Wochenende in Hamburg und zwischen Bahnhof und Veranstaltung hatte ich ein wenig Zeit, in der ich durch die Speicherstadt geschlendert bin.
Das bei der SPD so einiges nicht stimmt ist ja schon etwas länger klar. Im Vorfeld des Bundesparteitages, welcher Sonntag beginnt, sprechen wir mal nicht über die (noch) ungelöste K-Frage, sondern das neue Aussehen der SPD. Es ist ja bekannt, dass die Sozis oben im Vorstand die Vorstellung besitzen, dass man unbedingt vor den Wahlkämpfen etwas neues im Design ändern muss und somit dann direkt das Stimmungsbarometer in die Höhe schießt. Stimmt allerdings leider nicht wirklich. Anfang 2009 wurde “der Würfel” bei der SPD eingeführt. Ein 3D-Logo, bei dem man nicht wirklich verstand, warum es unbedingt drei Dimensional sein musste. Naja, egal. Jetzt ist es eh weg. Die neue Agentur, besser gesagt, die Kooperation zweiter Agenturen hat sich gegen 3D entschieden; jetzt präsentiert sich die SPD wieder in 2D.
Die Neuerung schlechthin ist allerdings die neue Sekundärfarbe – “Purpur”, oder auch einfach #990066.
Aus Erfahrung kann man schon erahnen, dass sich die Farbe maximal bis zur Bundestagswahl 2013 halten wird. Spätestens dann wird sich die Partei wieder eine neue Agentur suchen und somit auch eine neue Sekundärfarbe – wer weiß, vielleicht wird Purpur nach 2013 das Rot ersetzen. Nahles kommentierte bei der Pressekonferenz am 1. Dezember das Purpur als eine Farbe, die für Frische und Selbstbewusstsein steht. Wie man diese Aussage genau interpretieren muss bleibt offen. Schließlich ist eine Partei, die alle paar Monate ein neues Designkonzept raushaut alles andere als selbstbewusst. Eher wirkt man Orientierungslos und Ideenlos.
Erst langsam hat man sich an die “neue” Idee des Würfels gewöhnt, schon ist er wieder weg. Viele Unterbezirke kommen bei den Änderungen gar nicht mehr mit. Einige haben es noch nicht geschafft überhaupt ein Logo auf die Website zu implementieren und schon müssen die alles ändern. Wie lange es dauern wird, bis diese Unterbezirksseiten auf das Purpur umgestiegen sind weiß man nicht.
Doch nicht nur die Farben und das irritierend zentral positionierte Logo auf der Seite sind teil der neue “gut gewappneten” SPD-CI; die Seite an sich ist ebenfalls ein reines Scrollabenteuer. Ein wenig wie die NY-Times, bloß in Rot-Purpur und zu Themen, die mich weniger interessieren.
Ja, in der CDU ist es teilweise nicht besser, allerdings ist man hier mit den Farben und der Gestaltung des Logos zufriedener und auch konstanter. Was die Code-Qualität und das Aussehen betrifft hat die CDU, wie fast alle deutschen Parteien, extremen Nachholbedarf. Dieser Meinung ist beispielsweise auch Stecki.
P.S. Wer dem SPD-Würfel nachtrauert, der kann einfache die mobile Version der Seite aufrufen – dort ist der Würfel immer noch da, auch wenn ich nicht genau sagen kann warum: Screenshot.
Am Sonntag besuchte ich ein TEDx-Event in der STATION in Berlin. Im Vorfeld der Konferenz für Erwachsene am 21.11. wurde von Jugendlichen für Jugendliche ein TED Nachmittag veranstaltet. Inspirierende talks von Jugendlichen und Junggebliebenen zu den Themen Bildung, Ökologie, Politik, Entertainment, Technologie und Musik wurden in deutscher und englischer Sprache gegeben. Ein toller Nachmittag mit neuen Ideen und Freundschaften.
Wer TED noch nicht kennt, der ist selbst schuld – denn, für mich (und viele andere) ist das der /teilweise virtuelle/ Ort für neue Ideen und spannende Vorträge: TED.com